Wenn der Tisch für Gäste gedeckt ist, sieht er meist nur für wenige Minuten so ordentlich und einladend aus wie in diesem Moment. Danach werden Gläser verschoben, Servietten entfaltet und die ersten Teller gefüllt. Nutze also genau dieses kurze Zeitfenster, um ein Bild vom gedeckten Tisch zu machen, bevor die Gäste sich setzen. Ein ruhiger Blick von der Seite reicht oft schon aus, um die Stimmung einzufangen.
Stelle dich seitlich zum Tisch, statt frontal davor zu stehen, denn so wirkt das Bild natürlicher und weniger wie eine Aufstellung. Lass ruhig ein Stück des Raumes am Bildrand sichtbar bleiben, damit klar wird, dass es sich um einen echten Abend und nicht um eine reine Nahaufnahme handelt. Ein wenig Abstand gibt dem Bild mehr Ruhe.
Licht und Kerzen bewusst einsetzen
Wenn Kerzen auf dem Tisch stehen, schalte nach Möglichkeit das übrige Licht im Raum etwas gedämpfter, damit die warme Kerzenfarbe im Bild erhalten bleibt. Gemischtes Licht aus mehreren Quellen kann das Bild schnell unruhig wirken lassen. Ein einheitlicher Lichtton wirkt dagegen deutlich ruhiger und stimmiger.
Achte auf kleine Details wie gefaltete Servietten, ein Glas mit Wasser oder eine Schüssel mit Obst, denn solche Einzelheiten machen den Tisch lebendig. Ein Bild, das nur die gesamte Tischfläche zeigt, wirkt oft weniger persönlich als eines, das sich auf ein paar ausgewählte Gegenstände konzentriert. Gehe deshalb ruhig näher heran.
Halte das Handy beim Fotografieren möglichst ruhig, besonders wenn das Licht am Abend schon schwächer wird. Stütze den Arm leicht ab, etwa auf einer Stuhllehne, damit das Bild nicht verwackelt. So bleibt das Bild auch bei wenig Licht noch scharf genug.
Ein solches Bild vom gedeckten Tisch bleibt oft länger in Erinnerung als die Bilder vom eigentlichen Essen später am Abend. Es zeigt die Vorfreude auf den gemeinsamen Abend, bevor überhaupt jemand am Tisch sitzt. Mit der Zeit entwickelt man ein gutes Gefühl dafür, wann genau dieser kurze Moment am schönsten aussieht.